Eine Stellungnahme von Erhard Thölke: Rathauspersonal muss für billiges Wahlkampfgetöse herhalten
Es ist legitim bestimmte Standpunkte und Meinungen zu einem Thema zu haben und diese in einer Demokratie zu vertreten.
Was allerdings bei der Veranstaltung der Fraktionen UL/UB/Grüne mit dem Titel: „Rathaus Neubau verhindern“ am vergangenen Donnerstag (06.08.2026) in Lachendorf stattfand, war schlicht und ergreifend Wahlkampf der wenig mit Fakten zu tun hatte.
Dies allein wäre schon diskussionswürdig. Absolut inakzeptabel wird es allerdings dann, wenn das Rathauspersonal während der Veranstaltung beleidigt wird und die Arbeitsbedingungen im derzeitigen Rathaus wahrheitswidrig wiedergegeben werden. Sollten die Vertreter der veranstaltenden Parteien ab September Verantwortung übernehmen, ist zu befürchten, dass qualifizierte Mitarbeiter*innen nicht länger gewillt sind für unserer Samtgemeinde zu arbeiten.
Abseits dieser bedenklichen Auswirkung, wurde das in hoher Zahl anwesende Publikum teilweise mit falschen Fakten und Unwahrheiten informiert. Der Vortrag zur Hochwasserproblematik basierte auf veralteten Unterlagen und Fehlinterpretationen. Die Informationen über Kosten waren teilweise unwahr. Der nicht benötigte Rathaussaal floss in die Berechnungen ein. Die Behauptung, alternative Pläne schon 2019 entwickelt zu haben entspricht nicht der Wahrheit, denn bis zum Frühjahr 2025 wurden alle notwendigen Abstimmungen im zuständigen Ausschuss mit großer Mehrheit getroffen.
Absurd wurde die Argumentation der Veranstalter, als es um die alternative Kostenkalkulation der Gegner eines Neubaus ging. Fälschlicherweise wurde den Befürwortern des Neubaus unterstellt, sie würden eine alternative Berechnung (ca. 6 Millionen) ignorieren. Tatsache ist, dass für eine Alternative bis heute keine prüfbare Kalkulation vorgelegt wurde.
Zudem konnte auch der Vortrag des Samtgemeindebürgermeister Kandidaten der Veranstaltenden nicht überzeugen. Im Finanzplan spekulierte er mit einer Verschuldung von 25 Millionen. Leider vergaß er, dass in dieser Summe die beiden Turnhallen in Eldingen und Hohne mit jeweils 6 Millionen enthalten sind. Von einem Kämmerer ist eine korrekte, ehrliche und unabhängige Darstellung von Finanzen zu erwarten. Der Beitrag war keinesfalls eine Empfehlung für größere Aufgaben in unserer Samtgemeinde.
Zusammenfassend war diese Veranstaltung kein Beitrag für eine differenzierte Meinungsbildung. Es ist aus unserer Sicht auch fahrlässig Stimmungen zu nutzen und Menschen zu diskreditieren.
Wir werden sie weiterhin über die Entwicklung des Rathaus Neubaus auf unserer Webseite aktuell und objektiv informieren.